Scharlach bei Kindern: Symptome, Ursachen und Behandlung
Dr. med. Christine Stettner
25. Mai 2026
5 min
Scharlach ist eine weit verbreitete bakterielle Infektion, die vor allem Kinder betrifft. Sie verursacht typischerweise einen roten Ausschlag, hohes Fieber und Halsschmerzen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie alles Wichtige über die Ursachen, Symptome und den Verlauf von Scharlach sowie die Behandlungsmöglichkeiten. Wir haben uns mit Dr. med. Christine Stettner, einer erfahrenen Kinderärztin, zusammengesetzt, um Ihnen einen kompakten Überblick zu geben.
Was sind die Ursachen von Scharlach und wie wird die Krankheit übertragen?
Scharlach ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Streptococcus pyogenes verursacht wird und häufig bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren auftritt. Die Übertragung erfolgt in der Regel über eine Tröpfcheninfektion. Beim Sprechen, Husten oder Niesen gelangen die Erreger in feinsten Tröpfchen in die Luft. Diese werden von anderen Personen eingeatmet und besiedeln die Schleimhäute im Rachenraum, wo sie eine Entzündung auslösen.
Was sind die typischen Symptome von Scharlach und wie erkenne ich die Krankheit bei meinem Kind?
Nach einer Ansteckung mit Streptokokken kommt es nach ein bis sieben Tagen zu einer Schwellung und Rötung der Halsmandeln mit oder ohne weissliche Beläge sowie zu einem hochroten Gaumen – gelegentlich auch mit kleinen Einblutungen («Petechien»). Die Lymphknoten am Hals sind oftmals vergrössert und schmerzhaft. Die Kinder leiden unter starken Halsschmerzen mit zum Teil hohem Fieber. Man spricht hierbei auch von einer «Streptokokken-Angina».
Bei Scharlach entwickelt sich nach ein bis zwei Tagen zusätzlich eine sogenannte Erdbeerzunge sowie ein sandpapierartiger, feinfleckiger Hautausschlag. Dieser beginnt meist im Bereich der Leiste, in den Achseln und am Nacken. Typisch ist zudem eine blasse Haut um den Mund herum. Ab der zweiten Krankheitswoche sieht man oftmals ein Schälen der Haut an Händen und Füssen.
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Wie wird Scharlach behandelt?
Primär erfolgt eine symptomatische Behandlung, das heisst man sollte den Kindern ausreichend Schmerzmittel geben. Hierzu zählen vor allem Ibuprofen und Paracetamol. Zudem können Rachensprays und Lutschtabletten angeboten werden. Wichtig ist auch, dass die Kinder ausreichend trinken.
In einigen Fällen ist auch eine antibiotische Behandlung erforderlich: etwa wenn sich das Kind in einem reduzierten Allgemeinzustand befindet, nicht mehr schlucken kann beziehungsweise starke Schmerzen beim Schlucken hat oder wenn nach vier bis sieben Tagen keine Besserung eintritt. In diesen Fällen sollte vor Beginn der Therapie ein Rachenabstrich durchgeführt werden.
Das Gleiche gilt für Kinder mit Vorerkrankungen wie Herzfehlern, Diabetes, Nierenerkrankungen und für immunsupprimierte Kinder.
Ab wann dürfen Kinder wieder den Kindergarten oder die Schule besuchen?
Dies hängt einzig vom klinischen Zustand des Kindes ab. Die üblichen Hygienemassnahmen sind jedoch besonders sorgfältig einzuhalten. Es wird keine spezifische Präventionsmassnahme empfohlen.
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